Tipps
Rollladen beim Hausbau richtig planen: Darauf sollten Sie beim Neubau achten
Wer ein Haus baut, sollte sich früh Gedanken über die Rollläden machen. Denn je nach Rollladensystem müssen der benötigte Platz für den Rollladenkasten sowie der Einbau zusammen mit dem Fenster berücksichtigt werden. Bei elektrischen Rollläden kommen Stromanschlüsse und die gewünschte Steuerung hinzu. Auch ein geplanter Insektenschutz sollte frühzeitig mitgedacht werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Entscheidungen beim Neubau anstehen und wann Sie diese treffen sollten.
Ca. 8 Min. Lesezeit
#Rollladen #Hausbau #Neubau #RollladenPlanen #Rollladenmotor #SmartHome #Rollladenkasten #Insektenschutz
Warum sollten Sie Rollläden frühzeitig einplanen?
Bei einem Neubau geht es nicht nur darum, sich irgendwann für einen Rollladen zu entscheiden. Einige Entscheidungen müssen bereits getroffen werden, bevor Fenster eingebaut, Leitungen verlegt oder Wände verputzt werden.
Das betrifft vor allem das Rollladensystem und den Antrieb. Möchten Sie elektrische Rollläden, müssen die dafür notwendigen Anschlüsse vorgesehen werden. Auch der Rollladenkasten sollte zum gewählten System und zum Aufbau rund um das Fenster passen.
Deshalb ist es sinnvoll, Fensterbauer und Elektriker frühzeitig einzubeziehen. So wissen die Beteiligten, welches Rollladensystem geplant ist und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.
Denken Sie dabei auch schon an spätere Wünsche. Möchten Sie Ihre Rollläden irgendwann per Funk oder Smart Home steuern? Soll ein Insektenschutz integriert werden? Solche Entscheidungen lassen sich beim Neubau einfacher berücksichtigen, wenn sie von Anfang an bekannt sind.
Warum sollten Sie Rollläden frühzeitig einplanen?
Bei einem Neubau geht es nicht nur darum, sich irgendwann für einen Rollladen zu entscheiden. Einige Entscheidungen müssen bereits getroffen werden, bevor Fenster eingebaut, Leitungen verlegt oder Wände verputzt werden.
Das betrifft vor allem das Rollladensystem und den Antrieb. Möchten Sie elektrische Rollläden, müssen die dafür notwendigen Anschlüsse vorgesehen werden. Auch der Rollladenkasten sollte zum gewählten System und zum Aufbau rund um das Fenster passen.
Deshalb ist es sinnvoll, Fensterbauer und Elektriker frühzeitig einzubeziehen. So wissen die Beteiligten, welches Rollladensystem geplant ist und welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen.
Denken Sie dabei auch schon an spätere Wünsche. Möchten Sie Ihre Rollläden irgendwann per Funk oder Smart Home steuern? Soll ein Insektenschutz integriert werden? Solche Entscheidungen lassen sich beim Neubau einfacher berücksichtigen, wenn sie von Anfang an bekannt sind.
Welches Rollladensystem eignet sich für den Neubau?
Eine der ersten Entscheidungen betrifft die Bauart des Rollladens. Zur Auswahl stehen unter anderem Aufsatz-, Vorbau- und integrierte Systeme.
Aufsatzrollladen
Beim Aufsatzrollladen sitzt der Rollladenkasten direkt auf dem Fenster. Fenster und Rollladen werden anschließend gemeinsam in die Wandöffnung eingesetzt. Der Kasten lässt sich in die Fassade integrieren und ist deshalb besonders für Neubauten und Sanierungen mit Fenstertausch geeignet.
Vorbaurollladen
Der Vorbaurollladen wird vor dem Fenster beziehungsweise außen an der Fassade montiert. Sein Kasten bleibt dadurch außen sichtbar. Vorbaurollläden eignen sich insbesondere für eine spätere Nachrüstung, können aber ebenfalls bereits beim Neubau berücksichtigt werden.
Einbau- oder Unterputzrollladen
Bei einem Einbaurollladen wird der Rollladenkasten oberhalb des Fensters in den Baukörper integriert. Deshalb muss bereits bei der Planung der notwendige Platz für den Kasten vorgesehen werden.
Welches System zu Ihrem Haus passt, hängt deshalb auch davon ab, wie Fenster, Rollladenkasten und Fassade geplant sind.
Welcher Rollladenpanzer passt zu Ihrem Haus?
Auch das Material des Rollladenpanzers sollten Sie bei der Planung berücksichtigen. Besonders häufig kommen Aluminium und PVC zum Einsatz. Beide Materialien bieten einen zuverlässigen Sonnenschutz, unterscheiden sich aber in ihren Eigenschaften.
Aluminium-Rollladenpanzer
Aluminium eignet sich besonders, wenn Ihnen Stabilität und Langlebigkeit wichtig sind. Das Material ist wetterbeständig und formstabil und bietet einen sehr guten Sonnen- und Hitzeschutz.
Vorteile von Aluminium:
✔️ Hohe Stabilität und Langlebigkeit
✔️ Sehr guter Sonnen- und Hitzeschutz
✔️ Wetterbeständig und formstabil
PVC-Rollladenpanzer
PVC-Rollladenpanzer zeichnen sich vor allem durch ihr geringes Gewicht aus. Sie bieten einen zuverlässigen Sonnenschutz und sind pflegeleicht und langlebig.
Vorteile von PVC:
✔️ Zuverlässiger Sonnenschutz
✔️ Geringes Gewicht
✔️ Pflegeleicht und langlebig
Welche Variante für Ihren Neubau besser geeignet ist, hängt davon ab, welche Eigenschaften Ihnen bei Ihrem Rollladen besonders wichtig sind.
Der passende Rollladenpanzer für Ihre Fenster
Ob PVC oder Aluminium: Wählen Sie Material, Ausführung und Maße passend zu Ihren Fenstern und den Anforderungen Ihres Neubaus.
Der passende Rollladenpanzer für Ihre Fenster
Ob PVC oder Aluminium: Wählen Sie Material, Ausführung und Maße passend zu Ihren Fenstern und den Anforderungen Ihres Neubaus.
Rollladen manuell oder elektrisch bedienen?
Beim Hausbau können Sie sich zwischen einer manuellen und einer elektrischen Bedienung entscheiden.
Manuelle Rollläden werden beispielsweise mit einem Gurt oder einer Kurbel bedient. Bei einem elektrischen Rollladen übernimmt ein Motor das Öffnen und Schließen.
Ein Motor bietet sich besonders dann an, wenn Sie die Rollläden später automatisieren möchten. Je nach Steuerung können Rollläden beispielsweise über einen Schalter, einen Handsender oder eine Smart-Home-Lösung bedient werden.
Diese Entscheidung sollten Sie nicht erst nach dem Einbau treffen. Wenn Sie einen elektrischen Rollladen möchten, muss die Stromversorgung bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Den passenden Rollladenmotor einplanen
Bei einem elektrischen Rollladen sitzt der Rohrmotor in der Rollladenwelle und bewegt darüber den Rollladenpanzer.
Welcher Motor benötigt wird, hängt vom jeweiligen Rollladen ab. Vor allem Größe und Gewicht des Rollladenpanzers spielen bei der Auswahl eine Rolle. Auch die verwendete Rollladenwelle muss zum Motor passen.
Deshalb sollte nicht einfach irgendein Motor eingeplant werden. Motor, Welle und Rollladenpanzer müssen aufeinander abgestimmt sein.
Für Bauherren ist vor allem wichtig, diese Entscheidung frühzeitig mit dem Fenster- beziehungsweise Rollladenbauer zu klären. Der elektrische Anschluss selbst gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.
Den passenden Rollladenmotor einplanen
Bei einem elektrischen Rollladen sitzt der Rohrmotor in der Rollladenwelle und bewegt darüber den Rollladenpanzer.
Welcher Motor benötigt wird, hängt vom jeweiligen Rollladen ab. Vor allem Größe und Gewicht des Rollladenpanzers spielen bei der Auswahl eine Rolle. Auch die verwendete Rollladenwelle muss zum Motor passen.
Deshalb sollte nicht einfach irgendein Motor eingeplant werden. Motor, Welle und Rollladenpanzer müssen aufeinander abgestimmt sein.
Für Bauherren ist vor allem wichtig, diese Entscheidung frühzeitig mit dem Fenster- beziehungsweise Rollladenbauer zu klären. Der elektrische Anschluss selbst gehört in die Hände einer Elektrofachkraft.
Wählen Sie den passenden Rollladenmotor
Strom und Kabel für elektrische Rollläden mitplanen
Wenn Sie elektrische Rollläden möchten, sollte die Stromversorgung frühzeitig in die Elektroplanung einbezogen werden. Überlegen Sie dabei auch, wie Sie Ihre Rollläden später bedienen möchten. Soll die Steuerung über einen klassischen Schalter oder per Funk erfolgen?
Auch eine zentrale Steuerung oder zusätzliche Sensoren können bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Stimmen Sie deshalb frühzeitig ab, welche Steuerung Sie nutzen möchten und welche Anschlüsse dafür benötigt werden.
Die Elektroinstallation sollte von einer Elektrofachkraft geplant und ausgeführt werden.
💡 Tipp
Halten Sie die Planung der Elektroinstallation und die vorgesehenen Anschlüsse für Ihre elektrischen Rollläden fest. So können Sie später leichter nachvollziehen, welche Anschlüsse für die Rollläden vorgesehen wurden.
Möchten Sie Ihre Rollläden später smart steuern?
Ein elektrischer Rollladen muss nicht zwangsläufig nur über einen Schalter bedient werden. Je nach gewähltem System sind auch Funksteuerungen, Handsender oder eine Einbindung ins Smart Home möglich.
Damit können beispielsweise mehrere Rollläden gemeinsam bedient oder zu bestimmten Zeiten geöffnet und geschlossen werden. Auch Sensoren können Teil einer solchen Steuerung sein.
Überlegen Sie deshalb schon bei der Hausplanung, welche Funktionen Sie später nutzen möchten. Besonders bei kabelgebundenen Steuerungssystemen müssen die dafür notwendigen Leitungen rechtzeitig berücksichtigt werden.
Bei Funklösungen entfällt zwar die Verdrahtung zum Bedienelement, der Rollladenmotor benötigt jedoch weiterhin seine Stromversorgung.
Sinnvoll ist deshalb eine Abstimmung zwischen Elektriker und Fenster- beziehungsweise Rollladenbauer. So können die notwendigen Anschlüsse eingeplant werden, bevor die Wände fertiggestellt sind.
Möchten Sie Ihre Rollläden später smart steuern?
Ein elektrischer Rollladen muss nicht zwangsläufig nur über einen Schalter bedient werden. Je nach gewähltem System sind auch Funksteuerungen, Handsender oder eine Einbindung ins Smart Home möglich.
Damit können beispielsweise mehrere Rollläden gemeinsam bedient oder zu bestimmten Zeiten geöffnet und geschlossen werden. Auch Sensoren können Teil einer solchen Steuerung sein.
Überlegen Sie deshalb schon bei der Hausplanung, welche Funktionen Sie später nutzen möchten. Besonders bei kabelgebundenen Steuerungssystemen müssen die dafür notwendigen Leitungen rechtzeitig berücksichtigt werden.
Bei Funklösungen entfällt zwar die Verdrahtung zum Bedienelement, der Rollladenmotor benötigt jedoch weiterhin seine Stromversorgung.
Sinnvoll ist deshalb eine Abstimmung zwischen Elektriker und Fenster- beziehungsweise Rollladenbauer. So können die notwendigen Anschlüsse eingeplant werden, bevor die Wände fertiggestellt sind.
Warum ist der Rollladenkasten beim Hausbau wichtig?
Der Rollladenkasten wird bei der Planung schnell zur Nebensache. Dabei sollten Sie gerade beim Neubau genauer hinschauen.
Im Kasten befindet sich der aufgewickelte Rollladenpanzer, die Rollladenwelle und weitere Komponenten. Der Kasten befindet sich direkt im Bereich oberhalb des Fensters.
Zwei Punkte sind deshalb besonders wichtig: die Dämmung und der spätere Zugang zum Kasten.
Auf die Dämmung achten
Bei Rollladenkästen, die Bestandteil von Wand oder Fenster sind, spielt die Wärmedämmung eine wichtige Rolle.
Für den Neubau bedeutet das: Schauen Sie nicht nur darauf, wie der Kasten aussieht oder wie er eingebaut wird. Auch seine Dämmung und der Anschluss an die angrenzenden Bauteile sollten bei der Planung berücksichtigt werden.
Eine gute Dämmung des Rollladenkastens und fachgerecht ausgeführte Anschlüsse tragen dazu bei, Wärmeverluste in diesem Bereich zu reduzieren.
Denken Sie auch an spätere Reparaturen
Ein Rollladenkasten sollte nicht nur funktionieren. Die darin liegenden Bauteile müssen auch später noch erreichbar sein.
Dafür gibt es eine Revisionsöffnung. Je nach Kastensystem erfolgt der Zugang von innen oder außen.
Achten Sie deshalb schon bei der Planung darauf, wo sich diese Öffnung befindet und ob sie auch nach Abschluss der Bauarbeiten zugänglich bleibt. Muss später beispielsweise am Motor oder an der Rollladenwelle gearbeitet werden, erleichtert ein gut erreichbarer Revisionszugang die Arbeiten.
Denken Sie auch an spätere Reparaturen
Ein Rollladenkasten sollte nicht nur funktionieren. Die darin liegenden Bauteile müssen auch später noch erreichbar sein.
Dafür gibt es eine Revisionsöffnung. Je nach Kastensystem erfolgt der Zugang von innen oder außen.
Achten Sie deshalb schon bei der Planung darauf, wo sich diese Öffnung befindet und ob sie auch nach Abschluss der Bauarbeiten zugänglich bleibt. Muss später beispielsweise am Motor oder an der Rollladenwelle gearbeitet werden, erleichtert ein gut erreichbarer Revisionszugang die Arbeiten.
Insektenschutz direkt mitdenken
Wenn Sie ohnehin Fenster und Rollläden planen, lohnt es sich, auch über den Insektenschutz nachzudenken. Dabei können Sie zwischen separaten Lösungen und einem direkt in das Rollladensystem integrierten Insektenschutz wählen.
Bei einigen Rollladensystemen lässt sich ein Insektenschutzrollo direkt integrieren. Das Insektenschutzgewebe wird dabei separat vom Rollladenpanzer geführt und kann bei Nichtgebrauch oben im Rollladenkasten aufgerollt werden. Rollladen und Insektenschutz lassen sich unabhängig voneinander bedienen.
Daneben gibt es separate Lösungen, beispielsweise Spannrahmen für Fenster oder Insektenschutztüren. Welche Variante für Sie infrage kommt, können Sie bereits bei der Planung berücksichtigen.
Informieren Sie den Fenster- beziehungsweise Rollladenbauer deshalb frühzeitig, wenn Sie einen Insektenschutz wünschen. So kann die gewünschte Lösung bei der Planung von Fenster und Rollladen berücksichtigt werden.
Checkliste: Was sollten Sie bei der Rollladenplanung beachten?
Bevor Sie sich für Ihre Rollläden entscheiden, sollten Sie folgende Punkte klären:
Welches Rollladensystem passt zu Ihrem Neubau?
Prüfen Sie dabei auch, wie der Rollladenkasten eingebaut wird, wie er gedämmt ist und ob die Revisionsöffnung später gut zugänglich bleibt.Welcher Rollladenpanzer soll eingesetzt werden?
Entscheiden Sie sich für das gewünschte Material, beispielsweise Aluminium oder PVC.Möchten Sie Ihre Rollläden manuell oder elektrisch bedienen?
Bei einer manuellen Bedienung kommen beispielsweise Gurt oder Kurbel infrage.Wenn Sie elektrische Rollläden möchten: Welcher Motor wird benötigt?
Der Motor sollte zum jeweiligen Rollladenpanzer und zur verwendeten Rollladenwelle passen.Wie möchten Sie elektrische Rollläden steuern?
Entscheiden Sie, ob Sie beispielsweise einen Schalter, eine Funksteuerung oder eine Smart-Home-Lösung nutzen möchten. Die benötigte Stromversorgung und gegebenenfalls weitere Leitungen können anschließend entsprechend eingeplant werden.Möchten Sie einen Insektenschutz einplanen?
Überlegen Sie, ob ein Insektenschutz direkt in das Rollladensystem integriert oder eine separate Lösung verwendet werden soll.Sind die beteiligten Gewerke über Ihre Planung informiert?
Stimmen Sie die Planung mit Fensterbauer, Rollladenbauer und bei elektrischen Rollläden auch mit dem Elektriker ab.
Das Wichtigste zusammengefasst
Wer Rollläden für einen Neubau plant, sollte die wichtigsten Entscheidungen möglichst früh treffen. Dazu gehören das passende Rollladensystem, der Rollladenpanzer und die gewünschte Bedienung. Bei elektrischen Rollläden kommen die Auswahl des Motors sowie die Stromversorgung und Steuerung hinzu.
Achten Sie bei der Wahl des Rollladensystems auch auf den Rollladenkasten. Neben einer guten Dämmung sollte dieser so geplant sein, dass die Revisionsöffnung für spätere Wartungs- und Reparaturarbeiten zugänglich bleibt. Möchten Sie zusätzlich einen Insektenschutz, können Sie bereits bei der Planung entscheiden, ob dieser in das Rollladensystem integriert oder als separate Lösung umgesetzt werden soll.
Je früher diese Punkte feststehen, desto besser lassen sich Rollladen, Fenster und Elektroinstallation aufeinander abstimmen.
Häufig gestellte Fragen zur Rollladenplanung beim Neubau
Wahl des Rollladensystems
Vorbaurollladen wird außen an der Fassade oder in der Fensterlaibung montiert. Ein Aufsatzrollladen sitzt dagegen direkt auf dem Fenster und wird zusammen mit diesem in die Bauöffnung eingesetzt.
Ein Vorbaurollladen eignet sich besonders für die nachträgliche Montage, wenn die vorhandenen Fenster erhalten bleiben sollen. Der Rollladenkasten befindet sich außerhalb der warmen Gebäudehülle und verursacht daher keine Wärmebrücke zum Wohnraum. Je nach Ausführung bleibt der Kasten sichtbar oder kann eingeputzt werden.
Ein Aufsatzrollladen ist vor allem beim Neubau oder beim Austausch der Fenster sinnvoll. Fenster und Rollladen werden gemeinsam montiert und bilden eine aufeinander abgestimmte Einheit. Nach dem Verputzen ist der Rollladenkasten meistens nicht mehr sichtbar. Moderne Aufsatzsysteme verfügen über eine gute Dämmung, müssen dafür jedoch fachgerecht eingebaut werden.
Welches Rollladensystem besser ist, hängt somit vom Bauvorhaben ab: Für eine Nachrüstung bietet sich meist der Vorbaurollladen an. Beim Neubau oder Fenstertausch ist häufig der Aufsatzrollladen die passendere Lösung.
Vorbaurollläden lassen sich außen vor dem Fenster montieren, ohne dass dafür das Fenster ausgetauscht oder die Wand geöffnet werden muss. Dadurch eignen sie sich besonders gut für die nachträgliche Montage an bestehenden Gebäuden.
Vorteile eines Vorbaurollladens:
- Der außen liegende Kasten verursacht keine Wärmebrücke zum Wohnraum.
- Der Rollladen verbessert den Sonnen-, Wärme-, Sicht-, Lärm- und Einbruchschutz.
- Kastenform und Farbe können an die Fassade angepasst werden.
- Eine Nachrüstung ist auch ohne Fenstertausch möglich.
Nachteile eines Vorbaurollladens:
- Der Rollladenkasten bleibt je nach Ausführung außen sichtbar. Alternativ kann eine Unterputzvariante gewählt werden.
- Für einen elektrischen Antrieb oder eine Smart-Home-Anbindung muss eine Stromversorgung vorhanden sein. Bei einer Nachrüstung kann das zusätzlichen Installationsaufwand verursachen. Eine mögliche Alternative ist ein Solarrollladen mit Akku.
- Der Revisionsdeckel befindet sich außen. Bei hoch gelegenen Fenstern kann das Wartungs- und Reparaturarbeiten erschweren.
Ob die Vorteile oder Nachteile überwiegen, hängt vor allem von der Einbausituation, der gewünschten Bedienung und den optischen Anforderungen an die Fassade ab.
Welche Kastengröße Sie für Ihr Rollladensystem benötigen, hängt vor allem von der Elementhöhe sowie vom Material und Profil des Rollladenpanzers ab. Der vollständig aufgewickelte Panzer muss in den Rollladenkasten passen. Grundsätzlich gilt: Je höher das Fenster oder die Tür und je größer der Wickeldurchmesser, desto größer muss der Kasten sein.
Für Vorbaurollläden mit einem platzsparenden Aluminium-Mini-Profil gelten folgende Richtwerte:
| Kastengröße | Kastenhöhe | Maximale Elementhöhe inklusive Kasten |
|---|---|---|
| 137 | ca. 13,7 cm | bis ca. 1,50 m |
| 150 | ca. 15,0 cm | bis ca. 1,90 bis 2,00 m |
| 165 | ca. 16,5 cm | bis ca. 2,40 m |
| 180 | ca. 18,0 cm | bis ca. 2,80 m |
| 205 | ca. 20,5 cm | für besonders hohe Türen oder dicke Panzer |
Entscheidend sind drei Faktoren:
- Elementhöhe: Messen Sie die lichte Höhe der Fenster- oder Türöffnung. Abhängig von der Montageart kann die Kastenhöhe zur sichtbaren Fensterhöhe hinzukommen.
- Material: Aluminiumprofile wickeln sich häufig enger auf als PVC-Profile und können deshalb einen kleineren Kasten ermöglichen.
- Profilgröße: Mini-Profile mit etwa 37 bis 39 mm Lamellenhöhe benötigen weniger Platz als Maxi-Profile ab etwa 52 mm.
Aufsatzrollläden und Neubaukästen haben wegen der zusätzlichen Dämmung häufig größere Standardhöhen von etwa 17,5 bis 30 cm.
Rollladenpanzer und Montage
Aluminium-Rollläden sind stabiler, langlebiger und besser für große Fensterflächen geeignet. PVC-Rollläden sind dagegen leichter und preiswerter. Welches Material besser ist, hängt daher vom Einsatzbereich und den persönlichen Anforderungen ab.
PVC-Rollläden bieten folgende Vorteile:
- günstigerer Anschaffungspreis
- geringes Gewicht
- einfache Bedienung und Montage
- solide Wärmedämmung
Bei starker Sonneneinstrahlung und großer Hitze kann sich PVC jedoch verformen. Das Material kann mit den Jahren spröde werden oder ausbleichen. Für besonders breite, große oder bodentiefe Fensterflächen ist es aufgrund der geringeren Stabilität nur eingeschränkt geeignet.
Aluminium-Rollläden bieten folgende Vorteile:
- hohe Stabilität und Windfestigkeit
- eignet sich gut für große und bodentiefe Fenster
- hohe Witterungs- und Hitzebeständigkeit
- längere Lebensdauer
- besserer Schutz gegen Beschädigung und Hochschieben
Viele Aluminiumprofile sind mit PU-Schaum ausgeschäumt. Dadurch können sie zusätzlich den Wärme- und Schallschutz verbessern. Der wichtigste Nachteil sind die höheren Anschaffungskosten.
Für kleinere Fenster und einen preisbewussten Einsatz kann PVC ausreichen. Wenn Stabilität, Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit im Vordergrund stehen, ist Aluminium in der Regel die passendere Wahl.
Rollladenpanzer aus Kunststoff beziehungsweise PVC halten durchschnittlich etwa 10 bis 20 Jahre. Die tatsächliche Lebensdauer hängt vor allem von der Qualität des Materials, der Sonneneinstrahlung und den Temperaturschwankungen ab.
Starke UV-Strahlung kann den Kunststoff mit der Zeit ausbleichen, spröde und brüchig werden lassen. Besonders stark beansprucht werden Rollläden an Südfassaden. Auch extreme Hitze und Kälte belasten das Material und können zu Verformungen führen.
Preisgünstige Kunststoffpanzer zeigen teilweise bereits nach 10 bis 15 Jahren deutliche Verschleißerscheinungen. Hochwertigere Ausführungen mit einer speziellen UV-Beschichtung können dagegen 20 Jahre oder länger halten.
Typische Anzeichen für einen verschlissenen Kunststoff-Rollladenpanzer sind:
- seitlich eingerissene oder ausgebrochene Lamellen
- eine ausgeblichene oder vergilbte Oberfläche
- Verformungen der Lamellen
- Verkanten oder ruckartiger Lauf beim Öffnen und Schließen
Treten mehrere dieser Schäden auf, kann ein Austausch des Rollladenpanzers sinnvoll sein.
Ja, mit handwerklichem Geschick können Sie einen Rollladen selbst montieren. Besonders Vorbaurollläden eignen sich für die Selbstmontage und eine nachträgliche Installation. Der Kasten wird außen an der Fassade oder in der Fensterlaibung angebracht, ohne dass die Gebäudehülle geöffnet werden muss.
Wärmedämmung und Energieeffizienz
Geschlossene Rollläden können den Wärmeverlust über die Fenster nachts um etwa 15 bis 25 Prozent reduzieren. Diese Werte beziehen sich auf den Wärmeverlust am Fenster und nicht auf den gesamten Energieverbrauch des Gebäudes.
Zwischen dem geschlossenen Rollladenpanzer und der Fensterscheibe bildet sich eine ruhende Luftschicht. Sie wirkt wie eine zusätzliche Dämmung und verringert den Wärmeverlust nach außen.
Entscheidend ist die richtige Nutzung: Schließen Sie die Rollläden bei Dunkelheit und öffnen Sie sie tagsüber bei Sonneneinstrahlung wieder. So kann die Sonnenwärme in den Raum gelangen.
Auch der Zustand des Rollladenkastens spielt eine wichtige Rolle. Ältere, ungedämmte Kästen können Wärmeverluste und Zugluft verursachen. Eine nachträgliche Dämmung kann den Energieverlust in diesem Bereich senken und der Schimmelbildung entgegenwirken.
Zeitgesteuerte Motoren oder eine Smart-Home-Steuerung können die Rollläden automatisch passend zur Tageszeit, Dämmerung oder zum Raumklima öffnen und schließen. Dadurch lässt sich der mögliche Energiespareffekt zuverlässiger nutzen.
Auswahl des Rollladenantriebs
Ein Rollladenmotor erhöht vor allem den Bedienkomfort, da das Ziehen am Gurt oder die Bedienung per Kurbel entfällt. Je nach Ausführung steuern Sie den Rollladen über einen Wandschalter, eine Funkfernbedienung oder eine App.
Weitere Vorteile eines Rollladenmotors sind:
- Einfache Bedienung: Das Öffnen und Schließen erfolgt ohne Kraftaufwand. Das ist besonders für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit hilfreich.
- Automatische Steuerung: Zeitschaltuhren und Dämmerungssensoren können den Rollladen zu festgelegten Zeiten automatisch bewegen.
- Smart-Home-Integration: Geeignete Motoren lassen sich über eine App oder ein Smart-Home-System steuern.
- Anwesenheitssimulation: Automatische Fahrzeiten lassen das Haus auch während Ihrer Abwesenheit bewohnt wirken.
- Zusätzlicher Einbruchschutz: Der Motor erschwert das Hochschieben des geschlossenen Rollladens von außen.
- Wärme- und Hitzeschutz: Automatisches Schließen kann im Winter den Wärmeverlust verringern und im Sommer das Aufheizen der Räume reduzieren.
- Zusätzliche Sicherheitsfunktionen: Elektronische Motoren können abhängig vom Modell Hindernisse oder einen festgefrorenen Rollladen erkennen und die Bewegung automatisch stoppen.
Ob ein Funkmotor oder ein kabelgebundener Rollladenmotor besser ist, hängt von der Einbausituation ab. Ein Funkmotor eignet sich besonders für die Nachrüstung und eine flexible Steuerung. Ein kabelgebundener Motor ist meist die günstigere und zuverlässigere Lösung für den Neubau oder wenn bereits passende Steuerleitungen vorhanden sind.
Funkmotor
Ein Funkmotor besitzt einen integrierten Funkempfänger. Die Bedienung erfolgt über einen Handsender, Funktaster oder ein Smart-Home-System.
Vorteile:
- keine separate Steuerleitung vom Motor zum Wandschalter erforderlich
- gut für die Nachrüstung geeignet
- Steuerung per Fernbedienung, App oder Sprachbefehl möglich
- mehrere Rollläden lassen sich zu Gruppen und Szenen zusammenfassen
Nachteile:
- höhere Anschaffungskosten
- mögliche Batteriewechsel bei Handsendern
- zusätzlicher Standby-Stromverbrauch
- mögliche Funkstörungen oder Reichweitenprobleme
Kabelgebundener Rollladenmotor
Ein kabelgebundener Motor wird über eine feste Steuerleitung mit einem Wandschalter verbunden.
Vorteile:
- günstigere und bewährte Technik
- kein Standby-Stromverbrauch
- keine Funkstörungen oder Reichweitenprobleme
- zuverlässige Bedienung über den Wandschalter
Nachteile:
- höherer Installationsaufwand durch Steuerleitungen und Schalterdosen
- bei einer Nachrüstung können Stemmarbeiten notwendig sein
- weniger flexibel, wenn keine zusätzliche Funk- oder Smart-Home-Steuerung eingebaut wird
Für einen Neubau ist ein kabelgebundener Motor häufig die passende Wahl. Bei einer Nachrüstung oder dem Wunsch nach flexibler Funksteuerung bietet der Funkmotor mehr Komfort.
Motor, Rollladenwelle und Kompatibilität
Nein, ein Rohrmotor lässt sich nicht in jede Rollladenwelle einbauen. Die Form und Größe der Welle müssen zum Motor und zu den verwendeten Adaptern passen.
Die meisten gängigen Rohrmotoren sind für Achtkantwellen vorgesehen. Häufig verwendet werden:
- SW40: Mini-Achtkantwelle mit 40 mm Durchmesser
- SW60: Maxi-Achtkantwelle mit 60 mm Durchmesser
Vor dem Kauf sollten Sie daher prüfen, welche Wellengröße eingebaut ist und ob passende Adapter für den gewünschten Motor erhältlich sind.
Sehr alte runde Holzwellen oder Wellen mit Sonderformen eignen sich in der Regel nicht für den direkten Einbau eines Rohrmotors. In diesem Fall muss die vorhandene Rollladenwelle zunächst durch eine passende Achtkantwelle ersetzt werden.
Die passende Rollladenwelle richtet sich vor allem nach dem Lamellenprofil und dem Gewicht des Rollladenpanzers. Üblicherweise werden Achtkantwellen in den Größen SW40, SW50 und SW60 verwendet.
- SW40: für Mini-Profile mit etwa 37 bis 39 mm Lamellenhöhe sowie leichte Rollladenpanzer
- SW50 und SW60: für Standard- und Maxi-Profile sowie größere oder schwerere Rollladenpanzer
- SW60: eine häufig verwendete Größe im Wohnbereich
Rollladensteuerung
Einen Rollladen können Sie je nach Antrieb manuell, elektrisch, zeitgesteuert oder über ein Smart-Home-System steuern.
Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl:
- Gurt oder Kurbel: Manuelle Rollläden werden direkt am Fenster über einen Gurtwickler oder eine Kurbel bedient.
- Wandschalter oder Taster: Elektrische Rollläden lassen sich über einen fest installierten Schalter öffnen und schließen.
- Zeitschaltuhr: Der Rollladen fährt zu festgelegten Uhrzeiten automatisch hoch oder herunter.
- Sonnen- und Temperatursensoren: Sensoren können den Rollladen bei starker Sonneneinstrahlung oder bestimmten Temperaturen automatisch schließen.
- Funksteuerung: Geeignete Rollladenmotoren lassen sich mit einem Handsender oder zentralen Funksystem bedienen.
- Smart Home: Über ein smartes Unterputzmodul, einen intelligenten Schalter oder eine passende Funkzentrale ist die Steuerung per App und Sprachassistent möglich. Auch automatische Abläufe nach Uhrzeit, Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang lassen sich einrichten.
Viele elektrische Rollläden können nachträglich mit einer Zeitschaltuhr, Funksteuerung oder Smart-Home-Lösung ausgestattet werden. Welche Variante passt, hängt vom vorhandenen Motor und der bestehenden Verkabelung ab.
Der Unterschied zwischen einer Funksteuerung und einer kabelgebundenen Steuerung liegt in der Übertragung der Befehle. Kabelgebundene Systeme senden die Steuersignale über fest verlegte Leitungen. Funksysteme übertragen sie drahtlos, beispielsweise über WLAN, Zigbee oder Z-Wave.
| Kriterium | Kabelgebundene Steuerung | Funksteuerung |
|---|---|---|
| Zuverlässigkeit | sehr hoch, keine Funkstörungen | abhängig von Reichweite, Wänden und anderen Funknetzen |
| Installation | Leitungen und Schalterdosen erforderlich | geringer Installationsaufwand |
| Flexibilität | nachträgliche Änderungen sind aufwendiger | Komponenten lassen sich leichter ergänzen oder versetzen |
| Reichweite | durch die verlegte Leitung bestimmt | durch Hindernisse begrenzt, teilweise sind Repeater nötig |
| Wartung | weitgehend wartungsfrei | bei Funktastern und Sensoren können Batteriewechsel erforderlich sein |
| Kosten | höherer Aufwand durch Leitungen und Montage | häufig geringere Einstiegskosten |
Eine kabelgebundene Rollladensteuerung eignet sich besonders für Neubauten und Kernsanierungen. Sie ist zuverlässig, langfristig ausgelegt und kann je nach System unabhängig vom Internet betrieben werden.
Eine Funksteuerung ist vor allem bei einer Nachrüstung sinnvoll. Sie lässt sich ohne umfangreiche Stemmarbeiten installieren, flexibel erweitern und bei Bedarf leichter verändern. Dadurch eignet sie sich auch für Mietwohnungen oder einen schrittweisen Einstieg in die automatische Rollladensteuerung.
Sonnen- und Windsensoren steuern Rollläden, Raffstores, Außenjalousien oder Markisen automatisch passend zum Wetter. Dadurch erhöhen sie den Wohnkomfort, schützen die Beschattung und können den Energieverbrauch reduzieren.
Die wichtigsten Vorteile sind:
- Schutz vor Windschäden: Ein Windsensor misst die Windgeschwindigkeit. Wird ein festgelegter Grenzwert überschritten, fährt die angeschlossene Beschattung automatisch in eine sichere Position. So können Schäden durch Verbiegen oder Reißen vermieden werden.
- Automatischer Hitzeschutz: Ein Sonnensensor erfasst die Helligkeit und schließt den Sonnenschutz bei starker Sonneneinstrahlung. Dadurch heizen sich die Räume im Sommer weniger stark auf.
- Energieeinsparung: Im Sommer kann die automatische Beschattung den Kühlbedarf erhöhen. Im Winter lässt sich der Sonnenschutz bei Sonneneinstrahlung öffnen, damit die natürliche Wärme in den Raum gelangt.
- Mehr Komfort: Der Sonnenschutz passt sich automatisch an wechselnde Wetterbedingungen an.
Viele Funksensoren arbeiten mit Batterien oder Solarzellen und können deshalb auch nachträglich eingebaut werden.
Smart Home und Funkstandards
Eine Smart-Home-Steuerung macht Rollläden bequemer, sicherer und hilft dabei, Wärme und Hitze besser zu regulieren. Sie müssen die Rollläden nicht mehr einzeln bedienen, sondern können sie automatisch oder von unterwegs steuern.
Die wichtigsten Vorteile sind:
- Mehr Komfort: Die Rollläden öffnen und schließen sich automatisch nach Zeitplan. Auch die Bedienung per App oder Sprachassistent ist möglich.
- Anwesenheitssimulation: Feste oder wechselnde Fahrzeiten lassen das Haus auch während Ihres Urlaubs bewohnt wirken.
- Verknüpfung mit Sensoren: Smarte Rollläden können mit Bewegungsmeldern, Glasbruchsensoren oder einer Alarmanlage verbunden werden und bei Bedarf automatisch schließen.
- Hitzeschutz im Sommer: Bei starker Sonneneinstrahlung fahren die Rollläden herunter, bevor sich die Räume zu stark aufheizen.
- Wärmeschutz im Winter: Nachts geschlossene Rollläden bilden eine zusätzliche isolierende Schicht vor dem Fenster und können den Wärmeverlust verringern.
- Reaktion auf das Wetter: In Verbindung mit einer Wetterstation können Rollläden bei Sturm oder Hagel automatisch in eine sichere Position fahren.
Viele bestehende Rollläden lassen sich mit Funkmodulen, smarten Unterputz-Aktoren oder elektrischen Gurtwicklern nachrüsten, ohne dass dafür umfangreiche Umbauarbeiten nötig sind.
Wenn Sie eine neue Rollladensteuerung planen, ist io-homecontrol meist die bessere Wahl. RTS eignet sich vor allem, wenn bereits RTS-Motoren vorhanden sind oder Sie eine einfache Funksteuerung benötigen.
| Merkmal | RTS | io-homecontrol |
|---|---|---|
| Funkverbindung | Einwegfunk | Zweiwegfunk |
| Rückmeldung | keine Bestätigung des Motors | Rückmeldung zu Status und Position |
| App-Steuerung | eingeschränkt möglich | für Szenen und Automationen geeignet |
| Typischer Einsatz | bestehende RTS-Anlagen und Einzelsteuerungen | Neubau, Sanierung und Smart Home |
Bei RTS sendet die Steuerung einen Befehl an den Motor, erhält aber keine Rückmeldung. In der App sehen Sie deshalb nicht sicher, ob der Rollladen geöffnet oder geschlossen ist. Bei io meldet der Motor seinen Status und seine aktuelle Position zurück.
RTS und io lassen sich kombinieren, aber nicht direkt miteinander verbinden. Ein RTS-Sender kann keinen io-Motor steuern und ein io-Sender keinen RTS-Motor.
Für eine gemeinsame Bedienung benötigen Sie entweder:
- eine Smart-Home-Zentrale, die beide Funkstandards unterstützt
- einen speziellen Kombi-Handsender für RTS und io
Über eine passende Zentrale können Sie vorhandene RTS-Motoren und neue io-Motoren in einer App zusammenfassen und gemeinsame Abläufe erstellen. Bereits eingebaute RTS-Motoren müssen Sie daher nicht austauschen. Wenn Sie komplett neu planen, ist io wegen der Rückmeldung und der besseren Smart-Home-Einbindung meist die passendere Variante.
Ja, Sie können ein Smart Home auch ohne Internet nutzen, wenn die Geräte lokal über eine Zentrale gesteuert werden. Rollläden, Schalter und Sensoren kommunizieren dann beispielsweise über Zigbee, Z-Wave, DECT oder das lokale WLAN miteinander.
Auch bei einem Internetausfall funktionieren in der Regel weiterhin:
- die Bedienung über Wandtaster, Schalter oder Fernbedienung
- gespeicherte Zeitpläne und automatische Abläufe
- Direktverknüpfungen zwischen Sensoren und Rollläden
- die App-Steuerung innerhalb des eigenen Heimnetzwerks
Ihre Rollläden können also weiterhin morgens automatisch hochfahren oder bei starker Sonneneinstrahlung schließen, sofern diese Abläufe lokal gespeichert sind.
Ohne Internet stehen allerdings einige Funktionen nicht zur Verfügung:
- Steuerung von unterwegs
- cloudbasierte Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant
- Cloud-Dienste und externe Datenspeicherung
- Push-Nachrichten auf das Smartphone
Ob ein Smart-Home-System komplett ohne Internet funktioniert, hängt vom jeweiligen Anbieter und der eingesetzten Zentrale ab. Systeme mit lokaler Steuerung können viele Grundfunktionen unabhängig von einer Cloud-Verbindung ausführen. Beispiele dafür sind Apple HomeKit mit einem lokalen Hub, Homematic IP mit CCU3, Philips Hue mit Bridge und Home Assistant.
Manuelle Bedienung
Welche Bedienung besser ist, hängt davon ab, was Ihnen wichtig ist. Ein Rollladenmotor bietet den meisten Komfort, eine Kurbel eignet sich gut für schwere Rollladenpanzer und der Gurt ist die günstigste Lösung.
Rollladenmotor
Ein Rohrmotor bewegt den Rollladen automatisch und braucht keine sichtbaren Gurtbänder.
Vorteile:
- Bedienung ohne Kraftaufwand
- Steuerung per Schalter, Zeitschaltuhr oder Smart Home
- Verbindung mit Sensoren möglich
- automatische Bedienung auch während Ihrer Abwesenheit
Nachteile:
- höhere Anschaffungs- und Einbaukosten
- Stromanschluss oder Solarlösung erforderlich
- bei einem Stromausfall ohne Notbedienung häufig nicht nutzbar
Kurbel
Eine Handkurbel arbeitet rein mechanisch und kommt ohne Strom aus.
Vorteile:
- robust und langlebig
- gut für große und schwere Rollladenpanzer geeignet
- wartungsarm und zuverlässig
Nachteile:
- das Kurbeln braucht Zeit und Kraft
- keine automatische oder smarte Steuerung möglich
- eine Nachrüstung kann Arbeiten am Rollladenkasten erfordern
Gurt
Der Gurt ist die klassische und preiswerte Bedienungsart.
Vorteile:
- günstig in der Anschaffung
- einfach zu bedienen und zu reparieren
- kein Stromanschluss nötig
Nachteile:
- das Gurtband kann ausfransen oder verschmutzen
- für schwere Rollläden nur eingeschränkt geeignet
- bei großen Fenstern körperlich anstrengender
- die Gurtführung kann eine Wärmebrücke bilden
Ein Rollladenmotor passt zu Ihnen, wenn Komfort und Automatisierung im Vordergrund stehen. Für schwere Rollläden ohne Stromanschluss ist eine Kurbel sinnvoll. Bei kleinen bis mittleren Fenstern und einem begrenzten Budget reicht häufig ein Gurt aus.
Insektenschutz bei der Rollladenplanung
Welcher Insektenschutz zu Ihrem Fenster oder Ihrer Tür passt, hängt von der Größe, der Öffnungsart und davon ab, wie häufig Sie das Element nutzen. Für normale Fenster reicht oft ein Spannrahmen. Bei Balkon- und Terrassentüren sind Dreh-, Pendel- oder Schiebelösungen praktischer.
Diese Arten von Insektenschutz gibt es
- Klett- oder Magnetband: Eine günstige Lösung zum Aufkleben. Sie lässt sich einfach selbst montieren, hält aber häufig weniger lange und ist schwieriger zu reinigen.
- Spannrahmen: Ein stabiler Rahmen mit Gewebe, der meist ohne Bohren in den Fensterrahmen eingehängt wird.
- Insektenschutzrollo: Das Gewebe sitzt in einer Kassette und wird nach unten oder zur Seite gezogen. Es eignet sich für häufig geöffnete Fenster und Dachfenster.
- Plissee: Das gefaltete Gewebe wird seitlich oder senkrecht zusammengeschoben. Diese Variante eignet sich gut für breite Öffnungen und Türen.
- Dreh- oder Pendeltür: Eine zusätzliche Tür, die nach außen oder in beide Richtungen öffnet. Sie ist praktisch bei häufig genutzten Balkon- und Terrassentüren.
- Schiebeanlage: Der Insektenschutz läuft seitlich auf Schienen und eignet sich für breite Glasfronten und Schiebetüren.
- Lamellenvorhang: Überlappende Gewebebahnen ermöglichen einen einfachen Durchgang, sind aber anfälliger für Wind.
Welche Lösung passt?
- Normale Fenster: Spannrahmen oder Insektenschutzrollo
- Dachfenster: Rollo mit Kassette
- Balkon- und Terrassentüren: Dreh- oder Pendeltür
- Breite Glasfronten und Hebe-Schiebe-Türen: Schieberahmen oder Plissee
- Mietwohnungen: Spannrahmen mit Einhängefedern sowie abnehmbare Magnet- oder Plisseelösungen
Prüfen Sie bei maßgefertigtem Insektenschutz auch die Bauform des Fensterrahmens. Je nach Bedarf können Sie außerdem spezielles Pollenschutzgewebe oder ein besonders lichtdurchlässiges Gewebe wählen.
Ein Insektenschutz kann die Sicht nach draußen leicht beeinträchtigen. Wie stark er auffällt, hängt vor allem von der Farbe und der Art des Gewebes ab.
Dunkle Gewebe in Schwarz oder Anthrazit bieten meist die beste Durchsicht. Sie reflektieren nur wenig Licht und fallen deshalb im Fenster kaum auf. Je nach Ausführung bleibt die Sicht zu etwa 90 bis 95 Prozent erhalten.
Weiße Gewebe reflektieren dagegen mehr Licht. Dadurch wirken sie auffälliger, können leicht blenden und den Blick nach draußen stärker trüben. Gleichzeitig bieten sie einen gewissen Sichtschutz.
Auch die Gewebeart spielt eine Rolle:
- Standardgewebe sind sichtbar, stören den Blick bei einer dunklen Farbe aber nur wenig.
- Pollenschutzgewebe sind dichter und können die Sicht stärker einschränken.
- Hochtransparente Spezialgewebe bestehen aus besonders dünnen Fäden und wirken dadurch fast unsichtbar.
Wenn Ihnen eine möglichst freie Sicht wichtig ist, eignet sich daher ein dunkles, besonders lichtdurchlässiges Gewebe am besten.
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